Tausende erlebten das Mittelalter hautnah beim Ritterfest

Am Samstag, 1. September fand auf dem Rathausvorplatz bei strahlendem Sonnenschein die Eröffnung des 42. Ritterfestes statt. Pünktlich um 11.00 Uhr marschierte der Ritter- und Bürgerzug aus dem Handwerkerdorf mit den Rittern, Gauklern und Handwerkern unter Führung des Fanfarenzugs Eberbach auf den Platz vor dem Rathaus. In seiner Ansprache hieß Ritterpräsident Klaus-Jürgen Ehret die Besucher und das versammelte Rittervolk willkommen.

Marktvogt Dieter Johann König verlas auch traditionsgemäß die Marktordnung und gab bekannt, wie sich das Volk im Handwerker- und Ritterdorf aufzuführen habe. Zwischendurch bewiesen die Hirschhorner Fahnenschwinger unter den Klängen des Fanfarenzugs Eberbach immer wieder ihr Talent.

Die Rittergruppe „Fictum“ aus Tschechien gab zur Eröffnung eine Kostprobe ihrer Streitbarkeit. Nun hieß es endlich: „Hirschhorn auf ewig“. Zwei Ohrenbetäubende Böllerschüsse ertönten.

Zurück auf dem Turnierplatz wurde das erste Fass Bier von Bürgermeister Oliver Berthold angestochen, ohne einen Tropfen des Gerstensaftes zu verspritzen. Viel politische Prominenz aus Bund, Land, Kreis und Stadt war zugegen und wurde ebenso, wie die „Ritter der närrischen Tafelrunde“ von den Anwesenden mit viel Beifall begrüßt.

Im Handwerkerdorf herrschte an beiden Tagen ein buntes Treiben.

An fantasievollen und teils aufwendigen Gewändern herrschte kein Mangel. Besucher und Akteure verstanden es sich mächtig herauszuputzen. Damen mit langen Kleidern und Hauben auf dem Kopf, die Herren in Leder und Leinen konnte man bestaunen. Auch kleine Burgfräuleins und statthafte Ritter mischten sich unter das Volk.

Altes Handwerk wurde ganz groß geschrieben. Rufende Händler boten ihre Ware feil, Handwerker boten ihre alte Kunst dar, Gaukler, Spielleute, Bettler und Gesindel huschten durch die Gassen und sorgten für gute Laune.

Die vier Musiker von „Musica Canora“ haben mit ihren gotischen Dudelsäcken, Saiteninstrumenten, allerlei Pfeifen und Trommeln sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit der Mittelalterfans, begleitet von Bauchtänzerinnen, Gaukler marschierten auf Stelzen durch die Gassen. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten. An jeder Ecke gab's für die Kleinen was zu probieren, zu fertigen oder zu spielen.

Das Festareal lud vor und innerhalb des Handwerkerdorfs zum Verweilen ein. Auf dem Turnierplatz, der Spielbühne, dem Wolfenacker gibt es ein Non-Stop-Programm mit Ritterkampf, Mystik und Feuerzauber.

Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten. An jeder Ecke gab's für die Kleinen was zu probieren, zu fertigen oder zu spielen. Das Festareal lud vor und innerhalb des Handwerkerdorfs zum Verweilen ein. Auf dem Turnierplatz, der Spielbühne und dem Wolfenacker gab es ein Non-Stop-Programm mit Ritterkampf, Mystik und Feuerzauber. An die 90 Aussteller sorgten dafür, dass den Besuchern an allen Ecken etwas zum Schauen und zum Staunen geboten wurde.

Es gab eine mittelalterliche Tuchweberei, einen Schmied, eine historische Buchdruckpresse sowie einen Scherenschleifer, der so manches Messer wieder scharf machte. Viel Andrang gab es auch bei der Wippdrechselbank, wo sich aus einem einfachen Stück Holz in Eigenarbeit das eine oder andere Kunstwerk anfertigen ließ.

Die meisten Waren der Händler sind noch nach alter Handwerkstradition gefertigt: einmalige Brillen, Langbögen und Pfeile, Messer, historische Bekleidung, Leinenstoffe. Edelsteine gab es entweder am Glücksrad zu erspielen oder gleich am nahe gelegenen Stand für ein paar Münzen zu erstehen.

Hochprozentige Destillate gab es zu probieren, orientalische Süßwaren und viele andere Genüsse für Gaumen und Schlund. Ein Duft von Kerzen, Seifen, Kräutern und Gewürzen, von Räucherwerk, Rollbraten und Ritterfladen lag über dem Ritterlager und Handwerkerdorf. Rauchschwaden vom Braten- und Würstchengrill hingen in der Luft.

Die Hirschhorner Ritter hatten hierfür wieder ein Jahr lang hart gearbeitet und das Ergebnis hat sich gelohnt. Der Korbflechter lud die Kleinen zum Selberflechten ein, außerdem konnten sie Armbrust- und Bogenschießen, Axtwerfen und Königskegeln und auch das mit Muskelkraft betriebene Schiebekarussell kam wieder bestens an.

Die gefährlich aussehenden Rittersleut der tschechischen Rittergruppe „Fictum“ ließen die hochherrschaftlichen Zeiten wieder aufleben. Die tapferen Recken aus Tschechien verstehen sich vortrefflich auf den Schaukampf in Rüstung mit historischen Waffen und furchteinflößender Mimik.

Nachgespieltes Alltagsleben aus der Zeit der Ritter und Burgfräulein präsentierten Mitglieder der Hirschhorner Truppe Kampfhûs, die Besuchern ein authentisches Ritterlager aus der Zeit um 1380 vor Augen führten und sie demonstrierten einige Fechtvorführungen. Der Gaukler Fabian le Corbeau, „Nikodemus“, der sich auf Jonglage und wirkungsvolle Inszenierung versteht, „Chapeau Claque Rouge“, das Feuer- und Fanthasietheater der Extraklasse und die Spielleut „Irregang“ aus Thüringen.

Ein absoluter Höhepunkt war an beiden Markttagen das abendliche Tavernenspiel, wo es wieder magische Lichteffekte und eine atemberaubende Feuershow zu bewundern gab. Hierbei erlebten die Besucher noch einmal alle Akteure zusammen. Viel Applaus war den Akteuren für ihre Darbietungen gewiss.

Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen ganz herzlich bedanken, die uns für den Kaffee- und Kuchenstand einen oder mehrere Kuchen gespendet haben. Ohne diese Spenden wäre es uns nicht möglich, diesen Stand erfolgreich zu bewältigen.

 

 

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